Das Wichtigste in Kürze
- Einstufung: 90–100 sehr gut, 75–89 gut, 50–74 ausbaufähig, unter 50 kritisch.
- Ein schwacher Bereich begrenzt den Gesamtwert: unter 75 Punkten höchstens 89, unter 50 höchstens 74.
- Was nicht prüfbar war, zählt nicht – bei zu wenig Daten gibt es keinen Gesamtwert.
- Wichtiger als die Zahl ist der Maßnahmenplan: oben stehen die Punkte mit dem größten Nutzen.
Was die Zahl ist – und was nicht
Der Gesamtwert ist eine Abkürzung. Er beantwortet die Frage „Stimmen die Grundlagen?“ mit einer Zahl, damit Sie Ihre Seite einordnen und Fortschritte sehen können. Er beruht auf dem, was wir tatsächlich prüfen konnten: HTTP-Antworten, den HTML-Code Ihrer Seiten und Messwerte von Google PageSpeed Insights.
Er ist kein Ranking-Wert von Google, und eine 95 garantiert keine Platzierung. Genauso wenig zählt er Ihre Anrufe. Eine Website mit 70 Punkten kann viele Anfragen bringen, wenn sie in einer kleinen Nische die einzige ist, und eine mit 90 Punkten kann leer ausgehen, wenn niemand nach ihrem Angebot sucht. Die Zahl zeigt, wo Sie sich selbst Steine in den Weg legen.
Die sieben Bereiche und ihr Gewicht
Laut unserer Methodik setzt sich der Gesamtwert aus sieben Bereichen zusammen. Die Gewichte sind begründete Startwerte, keine wissenschaftlich validierten Faktoren:
| Bereich | Gewicht | Beispiele für Prüfungen |
|---|---|---|
| Technisches SEO | 25 % | Statuscodes, Weiterleitungen, robots.txt, Sitemap, canonical |
| Ladegeschwindigkeit | 20 % | PageSpeed Insights mobil und Desktop |
| Inhalte und Onpage | 15 % | Titles, Descriptions, Überschriften, Textumfang, Bilder |
| Kundenfreundlichkeit | 15 % | Kontaktwege, Handlungsaufforderung, Vertrauen, Impressum |
| KI-Bereitschaft (GEO) | 10 % | strukturierte Daten, Firmenangaben, Fragen und Antworten |
| Barrierefreiheit | 10 % | Lighthouse/axe-core und eigene HTML-Prüfungen |
| Sicherheit | 5 % | HTTPS, Zertifikat, Sicherheits-Header – passiv |
Was nicht im Gesamtwert steckt
Lokale Sichtbarkeit sowie Marketing und Tracking bekommen eigene Werte, fließen aber nicht in den Gesamtwert ein. Sie beschreiben wichtige Dinge, sagen aber wenig über die Qualität der Website selbst.
So entsteht ein Bereichswert
Jede Einzelprüfung hat ein Gewicht und ein Ergebnis zwischen 0 und 1; manche vergeben Teilpunkte, etwa wenn ein Schema vorhanden, aber unvollständig ist. Der Bereichswert ist der gewichtete Anteil der erreichten Punkte. Drei Regeln sorgen dafür, dass die Zahl ehrlich bleibt:
- Nicht prüfbar zählt nicht: Liefert Google zum Beispiel keine Ladezeit, fällt die Prüfung aus der Rechnung, statt den Wert zu drücken oder zu schönen.
- Mindestens drei auswertbare Prüfungen braucht ein Bereich, sonst steht dort „Kein Wert“ statt 0.
- Ein kritischer Befund deckelt den Bereich auf höchstens 49 – eine Seite ohne HTTPS ist eben nicht „gut“, auch wenn alles andere stimmt.
Warum ein schwacher Bereich den Gesamtwert begrenzt
Ein reiner Durchschnitt könnte eine große Schwäche verstecken: Eine Seite mit perfekter Technik, aber kaum nutzbar auf dem Handy, käme trotzdem auf einen hohen Wert. Deshalb gilt: Liegt ein bewerteter Bereich unter 75, ist der Gesamtwert höchstens 89. Liegt einer unter 50, ist er höchstens 74. Der Bericht nennt dann den Bereich, der begrenzt – dort lohnt sich die Arbeit zuerst.
Wenn „Kein Gesamtwert“ dasteht
Manchmal können wir zu wenig prüfen, etwa weil ein Bot-Schutz den Abruf verhindert, die Seite ihre Inhalte nur per JavaScript nachlädt oder Google keine Messwerte liefert. Liegt die Datenabdeckung unter 60 %, zeigen wir bewusst keine Zahl. Lieber keine Aussage als eine zufällige. Die Einzelbefunde, die wir prüfen konnten, stehen trotzdem im Bericht.
Warum der Wert schwanken kann
Die Ladezeit misst Google bei jedem Aufruf neu, und Labormessungen schwanken. Wer zweimal hintereinander prüft, sieht deshalb manchmal ein paar Punkte Unterschied, ohne dass sich an der Seite etwas geändert hat. Auch Änderungen an Ihrer Website, an Plugins oder beim Hoster wirken sich aus. Vergleichen Sie deshalb lieber die Befunde als einzelne Punkte.
So lesen Sie den Bericht richtig
- Erst die kritischen Befunde ansehen: Sie deckeln den Wert und sind oft schnell behoben, etwa ein abgelaufenes Zertifikat oder eine Startseite auf noindex.
- Dann den begrenzenden Bereich: Dort steckt der größte Hebel.
- Dem Maßnahmenplan folgen: Er sortiert nach Schwere, dann nach Nutzen, dann nach Aufwand.
- Auf die Kennzeichnung achten: „Gemessen“ ist direkt erhoben, „Heuristisch“ folgt einer offengelegten eigenen Regel, „Nicht verfügbar“ zählt nicht.
- Nach den Änderungen erneut prüfen und Befunde vergleichen, nicht nur die Zahl.
Wie andere Werte sich unterscheiden
Der Leistungswert von PageSpeed Insights verwendet ähnliche Stufen – 90 bis 100 gut, 50 bis 89 verbesserungswürdig, 0 bis 49 schlecht –, bewertet aber nur die Ladeleistung einer einzelnen Seite. Andere SEO-Tools rechnen mit eigenen Regeln. Werte verschiedener Werkzeuge sind deshalb nicht direkt vergleichbar; vergleichen Sie Ihre Seite am besten mit sich selbst über die Zeit.
Wie andere Websites im Test abschneiden, sehen Sie unter Kundenseiten im Test. Starten Sie den SEO-Check, um Ihren eigenen Ausgangswert festzuhalten – nur so sehen Sie später, ob Änderungen wirken. Typische schnelle Verbesserungen erklären die Ratgeber Meta Description schreiben und Kontaktwege verbessern. Wenn Sie die Maßnahmen nicht selbst umsetzen möchten, hilft die Webagentur Scherzinger (webagentur-scherzinger.com).
Häufige Fragen
Ab welchem Gesamtwert ist meine Website gut?
Ab 75 gilt sie bei uns als gut, ab 90 als sehr gut. Sehr gut ist nur möglich, wenn kein Bereich unter 75 liegt.
Warum habe ich keinen Gesamtwert bekommen?
Weil weniger als 60 % der Datenbasis prüfbar waren, etwa wegen Bot-Schutz oder fehlender Messwerte. Die Einzelbefunde stehen trotzdem im Bericht.
Ist der Gesamtwert ein Google-Wert?
Nein. Er ist eine eigene, regelbasierte Bewertung. Nur die Ladezeit-Messwerte stammen von Google PageSpeed Insights.
Quellen
- Google: Über PageSpeed Insights abgerufen am 17.10.2026