Das Wichtigste in Kürze
- Für Googles KI-Übersichten gilt laut Google: Die Seite muss indexiert und mit Snippet anzeigbar sein; besondere Zusatzdateien oder Spezial-Markup sind nicht nötig.
- ChatGPT zeigt Seiten, die den OAI-SearchBot aussperren, laut OpenAI nicht in seinen Suchantworten.
- Klare Sätze zu Leistung, Ort und Kontakt, einheitliche Firmenangaben und strukturierte Daten machen es Maschinen leichter, Sie richtig einzuordnen.
- Unser GEO-Check misst diese Voraussetzungen, nicht, ob Sie tatsächlich in KI-Antworten auftauchen.
Wie KI-Antworten auf Betriebe kommen
Wenn jemand fragt „Welcher Elektriker in Lübeck macht Wallboxen?“, erfinden gute KI-Systeme die Antwort nicht frei. Sie durchsuchen einen Index oder rufen Seiten live ab, lesen den Text und fassen zusammen. Genannt wird, wer in diesen Quellen auffindbar ist und zur Frage passt. Das ist der Grund, warum klassische Suchmaschinenoptimierung und KI-Sichtbarkeit so eng zusammenhängen.
Google sagt das für seine eigenen KI-Funktionen sehr deutlich: Für die Aufnahme als Quelle in KI-Übersichten und den KI-Modus muss eine Seite indexiert und berechtigt sein, mit Snippet in der Google-Suche zu erscheinen. Zusätzliche technische Anforderungen gibt es laut Googles Doku zu KI-Funktionen nicht, auch keine speziellen KI-Textdateien oder besonderes Markup.
Bei ChatGPT entscheidet unter anderem der Crawler OAI-SearchBot: Laut OpenAI werden Seiten, die ihn aussperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT gezeigt. Perplexity nennt für seine Suche den PerplexityBot.
Die fünf häufigsten Gründe, warum Sie fehlen
1. Die Seite ist für Crawler gesperrt oder unsichtbar
Manche Hoster oder Sicherheits-Plugins sperren unbekannte Bots pauschal, oder in der robots.txt steht ein Verbot, das niemand mehr kennt. Auch eine Startseite auf „noindex“ nimmt Sie aus der Suche – und damit aus Googles KI-Übersichten. Welche Bots Sie erlauben sollten, erklärt der Ratgeber KI-Crawler in der robots.txt.
2. Der Inhalt entsteht erst per JavaScript
Baukastenseiten und Apps liefern manchmal fast leeres HTML aus und bauen den Text erst im Browser auf. Nicht jeder Crawler führt JavaScript aus. Steht Ihr Leistungstext nicht im ausgelieferten HTML, sieht ihn ein Teil der Systeme nicht.
3. Es steht nirgends klar, was Sie wo tun
„Qualität aus Leidenschaft“ beantwortet keine Frage. „Sanitärbetrieb in Bad Schwartau: Badsanierung, Heizungstausch und Notdienst im Umkreis von 30 km“ schon. KI-Systeme übernehmen gern Sätze, die eine Frage direkt beantworten.
4. Firmenangaben widersprechen sich
Steht im Kopf „Müller Haustechnik“, im Impressum „Müller GmbH & Co. KG“ und im Branchenbuch eine alte Telefonnummer, wird die Zuordnung unsicher. Einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefon helfen Suchmaschinen und KI gleichermaßen.
5. Andere Quellen kennen Sie nicht
KI-Antworten stützen sich nicht nur auf Ihre eigene Seite. Ein gepflegtes Unternehmensprofil bei Google, Einträge in seriösen Verzeichnissen und echte Bewertungen machen es wahrscheinlicher, dass Ihr Betrieb als bekannte Größe erscheint. Messen lässt sich dieser Einfluss von außen nicht genau – wir behaupten daher keine Zahl.
Was Sie auf Ihrer Website konkret tun können
- Direkt unter der Hauptüberschrift in ein bis zwei Sätzen sagen, wer Sie sind, was Sie anbieten und in welchem Gebiet.
- Für jede wichtige Leistung eine eigene Seite mit klarer Überschrift, Ablauf und, wenn möglich, Preisrahmen anlegen.
- Konkrete, überprüfbare Fakten nennen: Einzugsgebiet, Öffnungs- oder Erreichbarkeitszeiten, Preise „ab … Euro“, Jahre am Markt.
- Strukturierte Daten ergänzen, vor allem ein LocalBusiness-Schema – Beispiel im Ratgeber LocalBusiness-Schema für Handwerker.
- Häufige Kundenfragen sichtbar beantworten, etwa Kosten, Dauer, Anfahrt, Notdienst.
- Den Hauptinhalt als normales HTML ausliefern, nicht nur per JavaScript.
- Ein Datum „Stand“ oder „aktualisiert am“ zeigen, wo Inhalte sich ändern.
Was Sie sich sparen können
Rund um KI-Sichtbarkeit wird viel verkauft. Google schreibt ausdrücklich, dass für die eigenen KI-Funktionen keine besonderen Optimierungen nötig sind. Eine llms.txt-Datei schadet nicht, Google braucht sie laut eigener Aussage aber nicht – Details im Ratgeber llms.txt erklärt. Auch Texte, die nur für Maschinen geschrieben sind, oder gekaufte Erwähnungen sind keine gute Idee: Sie lesen sich für echte Kunden schlecht und können gegen Richtlinien verstoßen.
So hilft der GEO-Check
Der KI-Sichtbarkeits-Check prüft die Voraussetzungen, über die Sie selbst entscheiden: ob KI-Suchbots wie OAI-SearchBot, Claude-SearchBot und PerplexityBot Ihre Seite laut robots.txt lesen dürfen, ob strukturierte Daten vorhanden und lesbar sind, ob Ihr Unternehmens-Schema Name, Adresse, Telefon, Logo und Profile enthält, ob der Firmenname einheitlich ist, ob unter der Überschrift ein erklärender Einstiegsabsatz steht, ob Leistungen und zitierfähige Fakten erkennbar sind und wie viel Hauptinhalt im HTML steht.
Ehrlich gesagt: Der Wert ist eine eigene Heuristik. Er misst nicht, ob ChatGPT Sie heute nennt, und er ist kein offizieller Wert von Google oder OpenAI. Unser Crawler führt außerdem kein JavaScript aus. Wie gerechnet wird, steht in der Methodik.
Ein einfacher Selbsttest
Fragen Sie ChatGPT, Perplexity und die Google-Suche so, wie ein Kunde fragen würde: Gewerk, Leistung, Ort. Notieren Sie, wer genannt wird und welche Quellen verlinkt sind. Schauen Sie sich die Seiten der genannten Betriebe an: Meist sagen sie in einem Satz, was sie wo tun, und haben eigene Seiten für einzelne Leistungen. Wiederholen Sie den Test nach einigen Wochen; einzelne Antworten schwanken, Muster sind aussagekräftiger.
Wenn Sie die Seite dafür überarbeiten lassen möchten, unterstützt Sie die Webagentur Scherzinger unter webagentur-scherzinger.com.
Häufige Fragen
Kann ich dafür bezahlen, in ChatGPT genannt zu werden?
Für normale Antworten gibt es keinen bekannten Weg, sich einzukaufen. Was Sie beeinflussen können, sind Auffindbarkeit, klare Inhalte und Ihre Präsenz in verlässlichen Quellen.
Brauche ich für Googles KI-Übersicht eine besondere Optimierung?
Laut Google nicht. Die Seite muss indexiert und mit Snippet anzeigbar sein; spezielle Dateien oder besonderes Schema sind nicht nötig.
Zeigt der GEO-Check, ob ich in KI-Antworten vorkomme?
Nein. Er prüft Voraussetzungen auf Ihrer Website. Ob Sie genannt werden, hängt auch von Quellen außerhalb Ihrer Seite ab.
Schadet es, GPTBot zu sperren?
GPTBot sammelt laut OpenAI Inhalte fürs Training. Für die Anzeige in der ChatGPT-Suche ist der OAI-SearchBot zuständig – beide lassen sich getrennt steuern.
Quellen
- Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website abgerufen am 17.10.2026
- OpenAI: Overview of OpenAI Crawlers abgerufen am 17.10.2026
- Perplexity: Perplexity Crawlers abgerufen am 17.10.2026
- Anthropic: Does Anthropic crawl data from the web? abgerufen am 17.10.2026